2012 - Tag der Anreise

Die Anreise begann entspannt.
Kurz nach 12 habe ich die Zelte in der Firma abgebrochen und schwang mich auf meinen heißen nobel hobel. MEIN Mopped !. Das schönste Wetter und eine halbwegs anspruchslose Autobahnfahrt lag vor mir. Das es nicht dabei bleiben würde konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen. Aber beginnen wir am Anfang.

Start war in Traben-Trarbach. Den Berg hinauf eilend mit vorschriftsmäßigen 70 Kilometer in der Stunde genoß ich die wunderbaren Kurven und den zuerst schlechten Straßenbelag. Es fahren eindeutig zu viele LKW auf dieser Strecke. Die Fahrt geht gen Wittlich um die Autobahn zu erreichen. Dank Sonne und leichter leiser Musik auf den Ohren nahm ich Geschwindigkeit auf, gemütliche 160 für die Autobahn, und ratz fatz war ich in Mayen wo ich die Autobahn verließ. Juchu endlich wieder Landstraße, auch wenn sie nicht wirklich schöne Kurven zu bieten hat. Kurz vor der Autobahnauffahrt Mendig noch mal eben tanken. Der Spritpreis ist zwar eigentlich vieeeel zu hoch aber was wollen wir dagegen tun. Weniger verbrauchen ? Neeeiiiiiin. Also wieder auf die Bahn. Mendig Richtung Köln. Bis Köln war eigentlich nichts besonders erwähnenswertes dabei.

Wie sollte es anders sein !!! ???
Immerhin haben wir Freitag !
Es ist sonniges Wetter !
Es ist STAU !!!

Gut sagen wir es anders... Die anderen STEHEN und ich schleiche mich ganz vorsichtig vorran. Immerhin funktioniert somit bei den warmen Temperaturen die Belüftung der Kleidung. Aber nun haben wir eine Teilung der Fahrstreifen aufgrund einer Baustelle und auf beiden stehen wir.. Es geht nur Stop and Go.. Meter um Meter quälen wir uns voran. Am Ende der Baustelle habe ich das Gefühl das mir der Linke Arm gleich abfällt. Aber es dauert nicht lange und ich fahre an einer Tankstelle ran und mache eine Pause. Somit kann sich mein Arm erst einmal erholen und ich etwas trinken. Es geht weiter nach einem kurzen Gespräch mit einem Biker der noch nach Dänemark wollte. Und kaum das man endlich wieder fahrt aufgenommen hat staut es sich schon wieder. Diesmal schleiche ich nicht alleine an den Autos vorbei, eine andere Bikerin ist vor mir und ich folge ihr.

Perfekt ging es nach dem Stau weiter. Erst mal fahrt aufnehmen, bevor ich an die nächste Pause denke. Die Musik auf meinen Ohren nervt noch immer nicht, ich habe wohl eine gute unaufdringliche Auswahl getroffen. Hier und da gibt es auch mal auf der Autobahn die Möglichkeit etwas schönes zu sehen und schwups ist es auch schon wieder vorbei. Nach ungefähr 100 km mache ich eine kurze Raucherpause.

Auf in den Endspurt und wir stehen wieder.. Gaffer.. ich hasse SIE !!! Auf der Gegenfahrbahn war ein Unfall. Die Polizei sicherte den Belchschaden auf der Linkenspur ab und es war alles geregelt.. nichts warum man hier so langsam fahren muss und einen Stau der immer wieder potential für Auffahrunfälle erzeugt hervorzurufen.. Kaum das wir daran vorbei sind geht es auch wieder vorwärts. Mein Popometer meldet sich nach rund 90 Kilometer und ich entschließe mich nun doch noch kurz vor dem Ziel eine kurze Bewegungspause einzulegen. Noch mal was trinken, einen happen essen und weiter geht es. Perfekt.

Mein Navi mag mich und sagt mir kurz vor Dülmen an was zu tun ist und führt mich sicher bis zur Farm !Es ist nicht mehr Weit !



Freudestrahlend und durchgeschwitzt bin ich am Ziel. Ich entlade mein Motorrad und checke ein.

Die Bikers-Farm von ObenDas Zimmer ist schön und die Dusche groß. Diese benutze ich auch gleich und ich fühle mich auch schon wieder wie ein Mensch ! :)
Kaum das ich wieder bekleidet bin schaue ich aus dem Fenster in den hinteren Bereich und was sehe ich da.. Es wird ein Motorrad vom Hänger geschoben!

 

 


Ich reiße das Fenster auf und mache meiner Freude über das Wiedersehen luft ! Schnell einmal um die Ecke geflitzt und die beiden begrüßt. Lothar und Katrin sind da. Leider sind sie nur mit einem Motorrad da :( Aber beide Harleys wiegen zu viel, so das der Hänger überladen und die Zugmaschine zu schwach ist. Lothar, daran musst du noch arbeiten. :) Ich hole meine Maschine dazu und wir machen gleich mal ein Bild davon. (hier einfügen)

Wir beginnen den restlichen Tag in dem mir Bernd und Claus vorgestellt werden und wir kommen auch gleich ins Gespräch. Wie sollte es auch anders sein. Nette Biker :) Wir quatschen, wir futtern etwas und es ist schneller dunkel als uns lieb ist. Oder verging die Zeit einfach nur so schnell ? Ich hole mir noch meine Jacke und es geht weiter.

Und warum sollte es anders sein wie sonst ?
Bikers-Farm = Kettenöl

Eine Runde nach der anderen geht von der Theke zu unserem Tisch und unsere Kehlen hinunter. Juchu.

Irgendwann entschließen wir uns dazu dann doch mal ins Bett zu gehen.
Das Bett ist in Ordnung. Da hatte ich in einem 3 Sterne Hotel schon wesentlich schlechtere.